Mittwoch, 19. Februar 2014

Konsumverzichtswochen: Resümee


So stand es in meiner 75 Dinge in 475 Tagen Liste

58. Einen ganzen Monat darauf verzichten Unnötiges zu kaufen. Also keinen Flohmarkt, keinen Dekokram, keine gekauften Blumen, keine Kinkerlitzchen für die Kinder, keine spontanen Schuhgeschäft Besuche usw. Nötiges darf natürlich gekauft werden, wir sollen ja nicht verhungern, aber ich möchte auch bei Lebensmitteln zurückhaltender sein. Also Vorratsschrank leerfuttern, statt Neues kaufen und weniger Süßes, Knabberkram und Wein. Ich hab den nächsten Februar ins Auge gefasst. Passt ganz gut weil da keine Geburtstage sind und Flohmärkte finden auch kaum statt ;o)

Damit es nicht nur Schrift ist :o)


Begonnen haben wir am 20. Januar, aufgehört am 18. Februar


Gut geklappt hat der Verzicht auf Kinkerlitzchen. Da hab ich gar nichts gekauft. Darauf Blumen für den Freitag zu kaufen, konnte ich durch Improvisation verzichten. Für eine Dienstreise habe ich die neueste Flow gekauft. Ein paar Stunden in der Bahn schienen mir ohne Zeitschrift dann doch zu übel.

Auf den Ankauf von Kleidung konnte ich nicht soweit verzichten wie ich ursprünglich wollte. Die Kinder brauchten unbedingt neue Unterwäsche, Socken und Hosen. Unnötige Ausgaben für nette Shirts, Kleidchen usw. wurden vermieden. Auch wenn mir manches sehr gut gefallen hat. 
Auch für mich habe ich einiges gekauft. Im März muss ich für 6 Tage auf Dienstreise. Da kann ich nicht in Chucks und Jeans gehen. Zu warten bis die Wochen vorbei sind, wäre nicht sinnvoll gewesen, wo gerade so vieles im Sale ist. Auch hierbei habe ich nur gekauft was ich wirklich brauche und einige Teile konnte ich auch Second Hand erstehen. Als kleinen Ausgleich sind auch 5 Teile von mir,  die ich eigentlich nie trage, ins Second Hand Geschäft gewandert.

Mit Lebensmitteln waren wir wirklich SEHR zurückhaltend, mit dem Erfolg das der Vorratsschrank zwischenzeitlich weitestgehend leer war. Da musste nachgekauft werden. Aus Thunfisch, Dosenpfirsich und Hausmacher Wurst lässt sich eben nichts mehr kochen, das wir essen wollten ;o) Außer den genannten Sachen ist wirklich nicht mehr viel übrig gewesen. Mir hat es viel Spaß gemacht zu überlegen was ich mit den vorhandenen Vorräten leckeres kochen könnte.
Beim Einkaufen habe ich auf stark verarbeitete Lebensmittel weitestgehen verzichtet. Also nur Grundzutaten gekauft wie Gemüse, Butter, Mehl oder Fleisch.
Zum Wochenende haben wir uns einige wenige Leckerreien (Chips/Shoki) erlaubt. (In den letzten Tagen wurden wir dann aber etwas schwach und haben uns nicht mehr so gut daran gehalten ;o)) Außerdem habe ich Kuchen fürs Wochenende und Brot gebacken.

Aus den Wochen habe ich für mich gezogen, dass man nicht auf hübsche Kleinigkeiten verzichten muss, auch wenn man mit seinen Ausgaben achtsam ist. Nur muss man sie dann eben selbst machen und nicht kaufen. Ich bekomme schmeichelhafterweise häufiger mal Sätze wie "Was du so alles kannst und machst!" zu hören. Warum also nicht diese Fähigkeiten einsetzen um sich ohne weitere Ausgaben mit schönen Dingen zu umgeben. Material ist genug da. (Ich Hamster)

Im Prinzip war es mit dem Essen genauso. Wenn ich verwende was schon gekauft ist, spare ich mir neue Ausgaben. Zum Beispiel ist es vollkommen schwachsinnig Semmelmehl zu kaufen, wenn man trockenes Weißbrot und eine Reibe im Haus hat.

Ich muss gestehen, ich habe heute 2 günstige Kinkerlitzchen gekauft und 2 Sachen die ich mir schon länger wünsche online bestellt. Aber im Prinzip will ich dabei bleiben durch Achtsamkeit und Eigenleistung unsere Ausgaben geringer zu halten.

So ganz griffig konnte ich nicht formulieren was ich aus der Zeit an Eindrücken und Erkenntnissen gewonnen habe. Ich hoffe ihr habt trotzdem einen Eindruck davon bekommen.



Kommentare:

  1. Hört sich wirklich gut an. Machst du weiter mit dem überlegten einkaufen ? Ich mache mir häufig Kategorien auf die ich erst einmal meine Wünsche schreibe. A = brauche ich dringend B = wird benötigt aber nicht notwendig C= unnötig aber schön und D = absoluter Schund. Klappt soweit ganz gut echt Wahnsinn was man so alles dann nicht einkauft.

    Liebe Grüße
    Armida

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Idee mit den Kategorien finde ich gut. Da vergisst man auch nicht so leicht etwas. Ich hab z.B. nicht daran gedacht mir noch 2 paar Schuhe zu kaufen für die Wärmere Zeit. Im Herbst waren welche so fertig das sie in den Müll mussten. Seither hab ich fast nur Stiefel getragen. Die sind aber bald zu warm.
      Gerade bei den Lebensmitteln will ich auf jeden fall weiter machen. Mit den anderen Sachen versuche ich es vielleicht mal mit deinem System. LG Jennifer

      Löschen
  2. Selbergemacht schmeckt meiner Familie sowieso am besten. Das geht jedoch nur, weil ich selbst und ständig arbeite, ich kann mir kaum vorstellen, all die Dinge weiterzumachen (Brot backen, täglich frisch kochen, Brühe selber machen, einkochen und konservieren...) wenn ich täglich acht Stunden irgendwo arbeiten müßte. Daher sind die fertigen Produkte im Supermarkt für die meisten Zeitgenossen sicherlich unabdingbar.

    Mir hat Deine Aktion sehr gut gefallen. Und weil Heiko meinen Rechner in Ordnung gebracht hat, kann ich sogar wieder problemlos kommentieren ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Ah, die Konsumverzichtswochen sind zu Ende :)
    Kompliment, ich finde es extrem schwierig - wobei es dann auch wieder Leute gibt die (ohne zu wollen) fortlaufend derartige Wochen haben. Du hast Deine Erfahrungen hier sehr knapp gefasst, andere hätten damit ein ganzes Buch geschrieben oder eine TV Reportage :)
    Lieben Gruß
    Björn :)

    AntwortenLöschen