Samstag, 4. Juli 2015

Getrödelt Gefunden Gefreut


Irgendwie habe ich es seit Februar nicht mehr geschafft bei Getrödelt Gefunden Gefreut von Beschwingtes Fräulein mitzumachen. Dabei gehe ich doch so oft zum Flohmarkt ;o)
Meine Beute diesen Monat will ich euch aber nicht vorenthalten, auch wenn eigentlich schon Mittwoch GGG-Tag war. 

Meine Beute stammt aus komplett aus einem Haushalt der aufgelöst wurde. Eine ältere Dame war verstorben. In den Kisten fanden sich so viele Dinge die einen Einblick in ihr Leben gaben. Rahmen mit Kinderzeichnungen und Souvenirbilder aus Paris, Küchenutensilien, Geschirr, Handarbeitkram und älteres Kinderspielzeug. Besonders rührend fand ich einen sehr zerdrückten Brautschleier. Mit in der Schachtel war auch noch ein Päckchen Haarnadeln. Die sehen aus als seien sie gerade erst gekauft, dabei lagen sie wahrscheinlich seit 195x mit dem Schleier in der Schachtel.
Die Nadeln habe ich gekauft, den Schleier nicht, obwohl ich mir dem armen Ding sehr großes Mitleid hatte.


Außerdem habe ich diese Puppenstuben- und Küchenutensilien gekauft.
Besonders das Minibesteck und das Besteckkörben haben es mir sehr angetan.


Die ganzen kleinen Förmchen sind glaube ich nicht für die Puppenstube sondern für Pralinen.
Auf dem großen Löffel steht "Elektrizität in jedem Herd"
Die Reiben links sind von Erich Käfer Esslingen und jede hat einen eingeprägten Maikäfer. Ist das nicht toll? Was ich damit mache? Öh, darüber muss ich noch nachdenken.

Neben all dem Kleinkram habe ich einen kleinen Nähkasten auf Rädern gekauft.


Wie das oft bei solchen Sachen aus Haushaltsauflösungen ist, ist der Kasten gefüllt.


Einiges davon kann ich sicher verwende. Die Borten und Spitzen sind ganz hübsch und Garn ist eben Garn ;o) Auf dem Bild ist nicht alles, ein paar weniger interessante Sachen habe ich weggelassen.


Anscheinend häkelte die Vorbesitzerin gerne mit feinem Bast Serviettenringe. Ich finde sie ja etwas kitschig, muss aber doch die feine Arbeit bewundern.


Ich glaube das Kräuselstopfgarn rechts ist zum Strumpfhosen stopfen. Ja, so was hat man früher gemacht, als Strumpfhosen noch kein Wegwerfartikel für 1,50 waren. Meine Oma erzählt immer mal das in ihrer Straße früher (50er/60er) eine Frau wohnte die Laufmaschen gegen Bezahlung reparierte. Eine Laufmasche kostete glaube ich 20 Pfennig. Das klingt wenig, aber damals waren die Löhne und Gehälter natürlich auch viel niedriger. Wenn ich mich richtig erinnere konnte man für 20 Pfennig zur gleichen Zeit auch ins Kino gehen. 

Ich hoffe euch hat mein Post gefallen. Ich nach dem verlinken gehe ich jetzt erst mal meine Füße ins Plantschbecken hängen.



Kommentare:

  1. Das sind ja traumhafte Fundstücke! Mir gefallen besonders die Spitzenbänder aus dem Handarbeitskästchen und die Puppenutensilien. Die erinnern mich an eine frühere Freundin, die für ihre Puppenkleider ein funktionierendes (!) klitzekleines Bügeleisen hatte - wie habe ich die damals beneidet!

    Liebe Grüße

    von Birgit

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  2. Wow, so tolle Schätzchen! Die Förmchen könnten ursprünglich für Eiskonfekt gewesen sein. Wir haben solche Teile auch (gehabt) und erinnere mich, dass das meine Mama mal mit mir gemacht hat, als ich Kind war. Wir haben diese Förmchen mit einer Schokomasse gefüllt und dann wirklich in den Schnee gestellt zum Auskühlen.

    VG, Steffi

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  3. so ein schöner nähkasten ! und vieles mehr hast du gefunden *
    gemütlicher Sonntag !

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  4. Ach, da hast du doch mal wieder tolle Schätze aufgetrieben. Da lacht mein Sammlerinnen (okay, Horterinnen)-Herz. LG mila

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  5. Ich hab gestern für dich ein paar schöne Quietsche-Entchen im Trödelladen fotografiert, aber hier kann ich keine Fotos einfügen. Bei DaWanda funktioniert gerade das Verschicken von Anhängen auch nicht, aber sobald das wieder geht, kann ich dir mal das Bild zukommen lassen ;-)

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