Montag, 5. September 2016

Papierliebe: Heimat


"Heimat" ist das Septemberthema der Papierliebe von Frau Nahtlust



 Ich bin nie wirklich weit von der Heimat meiner Kindheit fort gezogen. Deshalb ist eine Karte auf der alle meine Wohnorte zu sehen sind, gerade mal so groß, dass man damit eine Streichhozschachtel zu umhüllen kann. Nicht jeder kann Kosmopolit sein.

In der Streichholzschachtel befindet sich Laporello mit Worten und Bildchen (gestempelt und gezeichnet) die mir spontan zu "Heimat" eingefallen sind.



Gebrüder Grimm (tja, da fehlt ein "R") Mit dem Märchen bin ich aufgewachsen und sie sind in der selben Stadt geboren wie ich.
Ein typische Geräusch am Haus meiner Eltern war früher das Gurren von Tauben.
Wächtersbacher Tasse mit Herzchenmuster, die hatte hier früher gefühlt jeder.
In meiner Kindheit floß der Main nur eine Straße weiter vorbei, jetzt ist er viel weiter weg und fehlt mir.
Ein Apfel, für den Garten meiner Großeltern. Zumindest der Baum mit den Boskopäpfel ist auch heute noch da.
Der Zaun steht für das grüne Hoftor meiner Eltern.



"Familie" ist für mich Hauptbestandteil von "Heimat".
Für jede unserer Töchter haben wir im Garten einen Baum  gepflanzt.
Hier in der Gegend sind die Dächer rot gedeckt.
Bembel und Gerippter, mehr Hessen geht kaum.
Rote und gelbe Rosen wachsen bei meinen Eltern und bei uns im Garten.
Im Urlaub vermisse ich oft gutes, dunkles Brot.
Häuschen als Lückenfüller


J+J = 2L
Das habe ich mir mal aus unseren Initialen ausgedacht. Es ist für mich das Symbol für uns Vier.

Außer bei Papierliebe verlinke ich diesen Post auch beim Herz am Montag der Fredissimas.


Kommentare:

  1. Wunderbar! Ein ganzes Heimatschatzkistchen! Ich finde auch nicht, dass man Kosmopolit sein muss, wenn man die Nähe schätzt! Danke für so viel Schönes aus deinem Umfeld.
    LG. SUsanne

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  2. ganz und gar zauberhaft !!!
    lg anja

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  3. Wo gehn wir denn hin? Immer nach Hause.

    Novalis (1772-1801)

    *♥MontagsundWochenstartumärmelgrüßchendazustell*

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  4. Ein Streichholzschächtelchen für Heimatgedanken - beneidenswert! Mir ist die Heimat mit knapp 9 Jahren genommen worden, und erst jetzt, 55 Jahre später beginne ich ab und an solche Gefühle für das neue Zuhause zu empfinden. Da reicht eine Schachtel nicht...
    Aber deine Idee ist sehr, sehr schön und das Schächtelchen gefällt mir.
    Eine gute Woche!
    Astrid

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  5. Das regt aber die Gedanken super an, was einem selbst noch aus der Kindheit in Erinnerung geblieben ist! Tolle Idee, mal wieder wundervoll umgesetzt ;-)

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  6. Ich bin auch wieder da wo ich angefangen habe, im Dorf, in dem auch meine Eltern wohnen. Finde ich aber mittlerweile gar nicht mehr schlimm, sondern sogar gut!
    Annette

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  7. eine ganz, ganz tolle idee und so schön umgesetzt! ich finde es gut, dass du mit deinem geburtsort noch so vertraut bist! ich bin so oft umgezogen, dass ich mich als ein bisschen heimatlos bezeichne und so richtig gar keinen ort benennen kann, der zum wort passt. am ehesten ist es dort, wo meine familie und die freunde sind.
    lg, mano

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  8. Wie süß ist dass denn!!? So eine tolle Idee und Umsetzung, ich finde Dein Schächtelchen richtig rührend!
    Viele liebe Grüße,
    Kerstin

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  9. Das ist so schön und berührt mich sehr. Ich bin viel umhergezogen - aus Schleswig-Holstein nach Berlin, übers Ruhrgebiet bis nach Australien und dann schließlich nach Hamburg. Auch wenn ich mich stets dort zu Hause fühle, wo meine Menschen sind, so fehlt mir doch manchmal diese geografische Verbundenheit und in meine Heimatgedanken mischt sich stets Heimweh nach Orten am Ende der Welt.
    Liebe Grüße von Lena

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  10. Ich gucke das auch nur wegen der Näh- und Stickszenen....was die Models betrifft sind wir gleicher Meinung. Ganz schlimm finde ich oft die Schuhe dazu...da werden Frauen als unsicher staksende hilfsbedürftige Menschen dargestellt - höchst bedenklich. Aber nicht nur auf dem Laufsteg...auch in vielen blogs - mich ärgert das immer sehr.
    Annette

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  11. Sehr schön! Allerdings passen meine Orte nicht zusammen auf so kleinen Platz, aber Heimat im Herzen ist und bleibt der Eifelort, wo mein Mann und ich beide aufgewachsen sind, unser Vereinsleben hatten und noch viele Leute kennen. Auch wenn wir uns im Taunus sehr wohl fühlen, man bleibt doch zugezogen.
    liebe Grüße!

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