Samstag, 11. November 2017

Wir räumen unser Oma ihr kleins Häuschen leer


Wenn eine Familie über Generationen ein Haus bewohnt sammelt sich so manches an, das gilt es nun zu sichten, zu verteilen, zu entsorgen. Keiner aus unserer Familie wird mehr in dem Haus wohnen das mein Urgroßvater gebaut hat. Es wird verkauft. Seit dem Tod meiner Großmutter braucht es niemand von uns mehr. Leider habe ich zu spät daran gedacht Fotos zu machen, vieles ist schon nicht mehr unangetastet.


Den Teller in der Mitte habe ich im Kindergarten bemalt, die Tasse mit dem orangen Pferd eine meiner Töchter. Unter dem Regal steht ein Tisch an dem ich mehr als ein Jahrzehnt unter der Woche zu Mittag gegessen habe.

In den Schubladen findet sich manch Kurioses oder Anrührendes.


Z.B. der Brautkranz meiner Großmutter. Das Bild zeigt meine Großeltern. Wie von ihr gewünscht war das Gesteck auf ihrem Sarg so ähnlich wie ihr Brautstrauß, rosa Nelken und Asparagus.



 In dem Nebengebäude habe ich als Kind oft gespielt. Man sieht sogar z.T. noch die Blumen die ich mit meiner Cousine mal an die Fenster gemalt habe.

So einiges vom Hausrat ist nun bei uns eingezogen. Zum Beispiel diese Vase in der heute meine Blumen für Holunderblütchen stecken. Ewig lange habe ich am Friday-Flowerday nicht mehr teilgenommen! Ich fand zur Vase weiß und grün besonders passend. Ich habe mich für Chrysanthemen und Freesien (?) entschieden.


 Leider ist die Vase nicht mehr dicht. Deshalb steckt eine 2. Vase in der Vase. So stehen auch die Blumen besser.

Meine Großmutter at gerne Handarbeiten gemacht und auch Kleidung für sich und die Familie geändert. Das ganze Material und die Nähmaschine ist nun bei mir. Als ich noch keine eigene Maschine hatte habe ich mir ihre immer mal ausgeliehen. Ende der 80er war das ein ziemliches Luxusmodel und so tut sie auch heute noch brav ihren Dienst. Die ganze Verarbeitung kommt mir auch noch viel robuster vor als bei meinen Nähmaschinen. Meine Oma versorgte die Familie gerne mit selbst gestrickten Socken. Eines ihrer unvollendetes Werk könnt ihr hier sehen *klick*. Es gibt auch noch ein paar Socken für meinen Vater. Da müssen nur noch die Fäden vernäht werden. Das bekomme ich natürlich hin. Aber ganze Socken kann ich nicht stricken, deshalb möchte ich diese 4 Knäuel Sockenwolle (Schachmayer Regina) gerne mit jemandem von euch tauschen. Gegen ein paar Stoffreste vielleicht oder etwas Selbstgemachtes, Marmelade oder genähtes. Hinterlast hier einfach einem Kommentar wenn ihr Interesse habt. Die Reste im Einmachglas verwerkele ich selbst.


Außer der üblichen Familienarbeit und Räumen habe ich diese Woche nicht so viel gemacht. Sonntag war ich bei Regenwetter auf dem Stoffmarkt und habe einiges Schöne mitgebracht. Ein Kaffeetreffen mit einer Freundin wurde leider wegen Krankheit abgesagt, aber das holen wir nächste Woche nach. Heute Abend ist Kampagnen Eröffnung vom Karnevalsverein mit einer Familiensitzung. Mal sehen ob das mit Baby klappt oder ob Herr Z. dann alleine da sitzt und der kleinen Rübe zujubelt. Herr Z. ist kein Faschingsfreund, genau wie die große Rübe, die ganz verweigert mitzukommen. Als Papa geht das aber nicht :oD

Meinen Post verlinke ich nun auch noch bei Andreas Samstagsplausch.

 

Kommentare:

  1. Mensch da hängen aber Erinnerungen dran, die Fotos zeigen ein tolles Heim, ich liebe ja die alten Häuser mit ihren Scheunen und Angebauten Ecken.Toll.
    Liebe Grüße,
    Petra

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  2. Hallo,
    wie schön, dass du noch einige Erinnerungen festhalten konntest. Ist wohl auch nicht ganz einfach, dass Haus zu verkaufen. Deine Vase ist superschön. Ich bin auch kein Karnevalsmensch, aber euch drücke ich die Daumen, dass ihr viel Spaß habt. Herzlichst Kirsten

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  3. Leider stricke ich ja auch nicht, Jennifer, aber ich bin sicher, da findet sich jemand. So ein Haus aufzuräumen und auszuräumen ist eine große Arbeit und auch immer irgendwie Bewältigung, nicht wahr... Weiterhin viel Kraft und schön, dass es auch die fröhlichen Seiten parallel gibt - wie das Leben. LG. Susanne

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  4. Hallo,
    ojeee, das glaube ich dir, da hängen Erinnerungen dran. Ich kanns nachfühlen und wie.
    Wie oft stehe ich vor meiner Omas Haus in Cleversulzbach und ich habe - habe ich auch darüber geschrieben - wie froh ich war, als der jetztige Besitzer des Hauses michzu Kaffee undKuchen eingeladen hat. Und so bin ich in Omas Stube gesessen und habe in Erinnerungen gelebt.
    Mir standen schon die Tränen in den Augen, als ich auf den DAchboden durfte auf dem ich moch so oft versteckt hatte.

    Ich wünsche dir alles Liebe und sende dir einen Gruß
    Eva

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  5. So eine Hausräumung habe ich auch hinter mir. Mein Elternhaus wo 70 Jahre von uns 5 Kinder nur reingetragen wurde musste geleert werden. Da gingen viele Erinnerungen und Kostbarkeiten zu Ende und musste entsorgt werden. Auch bei uns wird die Fasnacht heute eröffnet, findet aber ohne mich statt.
    L G Pia

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  6. Wir haben vor zwei Jahren das Haus meiner Mutter geräumt. Auch ich kann mit dir mitfühlen. Und der ein oder andere Gegenstand wird einem mit der Zeit immer kostbarer, weil so viel Erinnerung darin steckt.
    Herzliche Grüße
    Ingrid

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  7. Das Brautkränzchen ist ja allerliebst. Die Sockenwolle tausche ich gerne, nur ist das Porto in die Schweiz halt teuer. Du findest bestimmt noch jemanden, der näher liegt.

    Meine Grossmutter ist schon lange gestorben. Mein Vater hat das Dessertgeschirr bekommen und ein Canärli. Das ist eine kleine Glasente auf einen Silbertablett. Dazu eine kleine Silberzange, mit der man einen Zuckerwürfel in den Schnaps in der Glasente tauchen kann. Die Sachen sind jetzt bei meiner Schwester. :-) Nette Erinnerungen! Liebe Grüsse von Regula

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  8. Kann mir in etwa vorstellen, wie es dir im Augenblick geht. Am 11.11. war der Todestag meiner Oma. Der ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich weiß noch, dass ganz viel Trauer und Dankbarkeit für all die zusammen verbrachten Jahre sich die Hand gaben. Das Ausräumen ihrer Wohnung war schlimm für mich und ich schaffe es bis heute nicht, allein in "ihre" Stadt zu fahren. Selbst jetzt kommen mir noch die Tränen.
    Ich wünsch dir ganz viel Kraft und dass die Erinnerung an all die schönen Stunden nie in Vergessenheit geraten, auch wenn das Haus und die meisten ihrer Dinge nicht mehr da sind. Gut, dass du Fotos machst. Das habe ich damals nicht gemacht, denn meine Oma ist so oft umgezogen und hat sich stets Neues gegönnt und ausprobiert. Das positive daran war, dass das Ausräumen relativ schnell ging, denn viele ihrer "alten" Sachen waren ja bereits an uns verteilt.
    Liebe Grüße und zusätzlich viele schöne neue Erinnerungen mit deinen geerbten Dingen. So lebt beides weiter.
    Solveig

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  9. Solche Hausauflösungen gehen ziemlich zu Herzen, besonders wenn man selbst solche Erinnerungen daran hat. Kann ich gut verstehen, kenne ich aus eigenem Umfeld.

    Oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die Erinnerungen auslösen.

    Was wohl die ganzen Gegenstände und auch die Häuser empfinden, wenn sie es denn könnten?

    Ich grüße Dich
    Björn :)

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  10. Eine schwere und bisweilen heikle Angelegenheit! Für uns gilt es noch, das Elternhaus weiter auszuräumen. Eigentlich dachten wir, die Erbsache wäre klar. Aber meine Eltern hatten einen Fehler gemacht... Jetzt ist wieder alles offen. Ich weiß nicht, wie es mir ginge, wenn so ein haus verkauft werden müsste ( das Elternhaus meines Mannes ist ja an Wahlverwandte gegangen, die sich um die Schwiegermutter verdient gemacht haben ).
    Die einzige Karnevalsbegeisterte in der Familie zu sein, stelle ich mir schwierig vor....
    Eine gute neue Woche!
    Astrid

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  11. Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    Jean Paul (1763 - 1825)

    *♥seufzzz*

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  12. das sichten und ausräumen war bestimmt nicht leicht und mit so vielen erinnerungen versehen. schön, dass du für dich noch einige dinge mit in dein zu hause nehmen konntest. ich habe leider außer einer kette gar nichts mehr von meiner oma.
    liebe grüße
    mano

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  13. Ausräumen ist nie schön. Auch wenn Erinnerungen auftauchen. Aber da merkt man erst einmal, wie vergänglich alles ist. (So Trübsalmodus wieder aus)
    Fasching ist ja auch nicht mein Ding. da kann ich die große Rübe völlig verstehen. Sollen das mal die Anderen machen. Zuschauen, geht gerade noch so. Ich hoffe, ihr hattet trotzdem ein wenig Spaß.
    Liebe Grüße
    Andrea

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